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Mariä Himmelfahrt Drößling

Der Ortname Drößling leitet sich wohl vom Personennamen Drozzo ab und erscheint urkundlich erstmals im Jahr 1138. Um 1615 wurden die eigenständigen Pfarreien Drößling und Meiling vereint, wobei nun ein einziger Pfarrer beide "Pfärrlein" mit Wechselgottesdienst versehen sollte.

Die Kirche stammt im Kern aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das Langhaus wurde 1687/88 völlig neu erbaut, der Turm 1701., die meisten Baumaßnahmen  erfolgen im ausgehenden 18. Jahrhundert.

Drößling gesamtAls Wallfahrtskirche war die Drößlinger Kirche nicht als kleines Kirchlein gebaut. Deckenbemalung im Chor, zwei Seitenaltären und feiner Stuck schmücken die Dorfkirche.

 

Am bühnenartigen Hochaltar des Kunstschreiners Georg Leuthner (1749) fällt besonders die schöne Figur der Muttergottes, von zwei Säulenpaaren eingerahmt, auf. Dieses Werk der "Münchener Schule" um 1470 wurde im 18. Jahrhundert in einer Marienwallfahrt verehrt, die großen Zulauf hatte.

Drößling WeintraubenmadonnaDie Darstellung der Muttergottes mit der Weintraube war in der Gotik durchaus üblich. Das Symbol verweist auf den Opfergedanken: so wie die Traube gekeltert wird, damit aus ihr Wein wird, hat sich Christus geopfert, damit auch wir auferstehen können.

 

Das Altarbild am linken Seitenaltar, dem Bruderschaftsaltar, zeigt die Skapulierübergabe an den hl. Simon Stock (laut Legende übergab die hl. Maria dem Einsiedler Simon im Traum einen Umhang), der rechte Seitenaltar enthält eine Marienfigur, zu deren Füßen zwei Leuchterengel von Lorenz Luidl stehen.

Der Vater Lorenz Luidl (vor 1645 - 1719) und sein Sohn Johann, die beiden wohl fruchtbarsten Barockbildhauer Südbayerns sind hier mehrfach vertreten. Sie arbeiteten bereits für die Kirche noch bevor der Sohn bzw. Bruder Franz als Pfarrer nach Drößling kam. Insbesondere die Büsten des hl. Johannes des Täufers und hl. Johannes Evangelist am linken Seitenaltar, die Ölbergfiguren im Vorzeichen (Eingang), vor allem aber die Kreuzigungsgruppe gegenüber der Kanzel sind erwähnenswert.

Drößling EmporeDie Brüstung der Empore, unterteilt in 13 Gefache mit den Statuetten Christi und der Zwölf Apostel ist archivalisch für den Weilheimer Bildhauer Heinrich Hagn gesichert.

 

Eine ausführliche Beschreibung der Kirche finden Sie im Kirchenführer für Oberalting, Unering, Drößling, Meiling und Delling, erhältlich in den Kirchen sowie im Pfarrbüro Oberalting.

Gottesdienste

Gottesdienstzeiten für unsere Kirche finden Sie im jeweils aktuellen Pfarrbrief.

Besichtigungen

In der Zeit vom 01. Mai bis zum 30. September ist die Kirche an den Wochenenden und Feiertagen von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr für Besichtigungen geöffnet.
 
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