Startseite  +  Kirchen  ++  St. Peter und Paul Oberalting
Die Renovierungsarbeiten haben begonnen!Die Renovierungsarbeiten haben begonnen!
Termin: 26.9. bis 20.12.2012
Ort: St. Peter und Paul Oberalting
Wer am Marienplatz vorbeikommt, kann das Gerüst nicht übersehen. Mit der Außenfassade beginnen die für diesen Herbst geplanten Renovierungsarbeiten an der Kirche St. Peter und Paul. mehr>>

St. Peter und Paul Oberalting

Als im Jahr 2004 der Ort sein 1200 jähriges Bestehen feierte, gründete dieses Jubiläum auf der ersten urkundlichen Erwähnung, eine Schenkung eines Priesters Erchanheri aus Alamuntinga (= Oberalting). Dieser Priester hatte wohl damals nur eine Holzkirche, später entstand ein romanischer Bau und der jetzige Kirchenbau ist ein barockisiertes neugotisches Gebäude.

Die reiche Ausstattung unserer Dorfkirche verdanken wir den gräflichen Familien von Schloss Seefeld, zunächst die Gundelfinger, dann die Grafen zu Toerring. Die Wappen der Stifter sind auch vielfach in der Kirche zu sehen.

Altar OberaltingJesus übergibt Petrus die Schlüssel, Gemälde des Weilheimer Malers Mattias Schöffelhuber.

In dem mächtigen Hochaltar (um 1670) nimmt das Altarblatt mit der Darstellung der Schlüsselgabe an Petrus fast die ganze Fläche ein. Der Auszug (oberer Teil des Altares) mit einer sitzenden Gottvater-Figur und zwei Dachungsengeln stammt aus etwas späterer Zeit. Polierweiß gefasst rahmen der Heilige Joachim und die Heilige Anna, die Großeltern Jesus´ den Hauptaltar ein.

Rechts und links des Tabernakels, der kunstvoll mit Weizenähren und Weinreben verziert ist, stehen die Figuren der Bistumsheiligen Ulrich und Afra.

 

Der linke Seitenaltar ist der Marienaltar und er unterstreicht die Bedeutung der Oberaltinger Kirche. Denn nicht jede kleine Kirche durfte eine Nachbildung der Altöttinger Muttergottes haben. Die Figur brachte Pfarrer Johann Faber (1726 – 43) hierher, der an mehreren Stellen das heutige Erscheinungsbild gestaltete. Sein Wappen finden wir über diesem Altar, eine Hand mit Hammer (Faber = Schmid) und dem Weinkelch mit Hostie (das Zeichen für seine Priesterschaft).

Die Büsten der Heiligen Maria und Joseph sind Johann Luidl (um1730) zuzuschreiben.

 

Katharinen AltarDie heilige Katharina, immer mit dem Rad dargestellt, ist eine der sog. "Heiligen drei Madl"

Die besonders schöne Darstellung der Katharina am rechten Seitenaltar ist möglicherweise ein Frühwerk Johann Baptist Straubs. Im Kästchen darunter liegen Reliquien des Hl. Felix. Sie sind eine Toerring`sche Schenkung wie auch die Kreuzigungsgruppe und die Kanzel. Deshalb finden wir hier mehrmals das Wappen der Stifter, über der Heilig-Geist-Taube mit der Ordenskette des Goldenen Vlieses.

 

Der Raum unter der Empore ist von einem dreijochigen gotischen Kreuzrippengewölbe überspannt. Er beeindruckt durch seine geschlossene Reihe von acht Epitaphien bzw. Grabtafeln von sehr guter Qualität. Diese verweisen stets auf eine Grablege in der Nähe, die sich hier unter dem gotischen Chor (Zugang von außen) befindet. Die auffälligsten Epitaphien sind für Jörg von Gundelfing (gest. 1450) und Hans von Toerring zu Seefeld und Jettenbach (1555).

eptaphienDer älteste Grabstein an der Westwand weist auf Sweiker von Gundelfing (1421) mit Wappenrelief einer Stachelwalze und dem Schwan als Helmzier und auf Jörg von Gundelfing (1450), den letzten des Geschlechts.

Im Kirchenführer der Kirchen von Oberalting, Drößling,Unering, Meiling und Delling erhalten Sie ausführliche Informationen über die Kirchen. Er ist in den Kirchen erhältlich sowie im Pfarrbüro Oberalting.

Geschichtlich Interessierte finden mehr über Kirche, Spital und die Entwicklung des Ortes und vieles andere im Buch "Oberalting", das anläßlich der 1200-Jahr Feier des Ortes entstand und für 19,50 € in der Gemeinde Seefeld erhältlich ist.

 
© by PG Seefeld Datenschutzerklärung | Impressum | Login